(02.04.2019) Disclaimer

Ich mag das Wort Disclaimer übrigens.

Um mal kurz Wikipedia zu zitieren:

Der Begriff Disclaimer wird im Internetrecht als Fachausdruck für einen Haftungsausschluss verwendet. Dabei kommen Disclaimer vorwiegend in E-Mails und auf Webseiten vor. Er stammt ursprünglich vom englischen „to disclaim“ ab, was so viel bedeutet wie „abstreiten“ oder „in Abrede stellen“.

Ein E-Mail-Disclaimer hat häufig zum Inhalt, dass der Lesende, sollte er die E-Mail versehentlich erhalten haben und nicht der gemeinte Empfänger sein, den Inhalt der betreffenden E-Mail sofort wieder vergessen möge und die E-Mail wahlweise an den Absender zurück oder an den gewünschten Empfänger senden soll.

Ein Teil von meinem Hirn wünscht sich, dass das hier für meinen Blog auch so gilt.

In erster Linie schreibe ich immer noch für mich selbst und irgendwie hilft schreiben, meinen Kopf zu ordnen. Also meistens zumindest.

Eine Sache die ich mir selbst versprochen hab, ist, dass ich ehrlich zu mir selbst bin, einfach weil ich keine Lust hab, später durch meinen Blog zu lesen und dann da zu sitzen und zu denken „Hm, das klingt ja ganz schön was du da geschrieben hast, aber eigentlich wars echt ne scheiß Woche die ich da hatte“. Da ists mir einfach bedeutend lieber, dass ich dann da irgendwann mal da sitze und denke „Stimmt, das war wohl wirklich so scheiße, wie dus in Erinnerung hattest, aber irgendwie hat sichs ja doch gelöst“.

Der „primäre Empfänger“ für all das hier bin so gesehen immer noch ich. Es wär mir bedeutend lieber, all das hier einfach auf Papier zu schreiben und nie jemandem zu zeigen, einfach weil ichs wirklich, wirklich ätzend finde, Menschen in meinen Kopf gucken zu lassen. Ich hasse es. Auf den Tod. Aber da ich gerne alle Gedanken aus diesem Jahr am selben Ort sammeln will, ists jetzt nun mal das Internet und dann ist das so.

Das Ding ist jetzt nur, dass diesen Blog doch mehr Menschen lesen, als mir lieb ist und ich will nicht, dass sich alle Sorgen machen.

Deswegen kann ich nur an dieser Stelle bloß drum bitten, dass man mir Vertrauen schenkt, Vertrauen darin, dass ich klarkomme, dass ich weiß, was grade zu tun ist und dass ich mich allein (allein heißt in diesem Fall nicht zwingend allein as in „Ich schließe mich drei Wochen weg und kommuniziere mit keinem Menschen“, sondern as in „Ich weiß selbst wann ich Menschen um mich rum brauche und wann nicht“) wieder hinkriege.

Und ich werde mich wieder hinkriegen. Das hab ich schon so oft geschafft und das klappt auch jetzt wieder, das weiß ich, weil das hier ja nicht das erste Mal ist, dass ich in irgend so ner Suppe sitze, der einzige Unterschied ist, dass Menschen das jetzt direkt mitkriegen und meine Gedanken lesen können.

Deswegen ist alles, worum ich bitte, Vertrauen.

Anyway, zu meinem Tag.

Physik lief noch irgendwie. Wir haben mit Kernphysik angefangen (und ich bin bis heute traurig, dass wir aufgehört haben das Ganze „Atomwissenschaft“ zu nennen, das klang nämlich viel niedlicher) und das hatte ich alles schon in Deutschland und zu meinem Glück hatte ich zuhause in Deutschland noch meine Powerpoint und alle meine Notizen und was da noch dazugehörte in mein Google Drive geworfen und da hab ich das dann heute einfach wieder ausgebuddelt und et voilà, mein Tag wurde sehr vereinfacht.

(Fun Fact: Ich musste grade googlen wie rum der Akzent auf dem a in voilà sitzt und das erste, was Google mir vorschlägt, ist ein Lied von Michael Patrick Kelly. SEHE ICH AUS ALS WÜRDE ICH MICHAEL PATRICK KELLY HÖREN WOLLEN???)

(Fun Fact 2: Michael Patrick Kelly ist tatsächlich noch das kleinste Übel der Kelly Familie und man kann sich ein oder zwei seiner Lieder fast anhören).

Anyhow.

Danach gings dann irgendwie bergab und zum Ende der Englischstunde, als ich mich mehr so in einen weinenden, zitternden Haufen verwandelt hatte, der Viktoria im Arm hing, hat meine Englischlehrerin mich dann zur school nurse geschleift.

Und so hab ich dann da weit über ne Stunde mit ihr gesessen (und ich plane nicht irgendwas davon jetzt wiederzugeben) und schlussendlich meinte sie noch, dass es vielleicht das beste wär, wenn ich den Rest der Woche jetzt zuhause im Bett bleibe, meinen Kopf und Körper erstmal runterfahren lasse und dann können wir weitersehen.

Und danach bin ich dann nach Hause gegangen und hab mich ins Bett gelegt und hab geschlafen.

Das wird alles wieder.

Bis dann und wann, Jenna

(01.04.2019) Nicht ein einziger april fools joke und auch sonst so

Yay, Montag.

Geschichte heute Morgen war eigentlich wie immer, nur mit dem kleinen Unterschied, dass ich eh schon fertig war und irgendwann nur noch bei Viktoria im Arm lag und geheult hab. Es war ein absoluter Traum.

Zum Mittagessen hat mich Tara dann weg aus dem Speisesaal geschleppt und wir saßen weg von all dem Lärm und Viktoria kam dann auch und scheiße man, was bin ich froh die beiden zu haben.

Jemanden zu haben, der dich einfach bloß im Arm hält und dir immer wieder sagt, dass du nicht allein bist, dass grade alles scheiße ist, aber dass du dich gut schlägst, dass alles okay wird, irgendwann.

Mir sind da grade eben beim Schreiben ein paar Zeilen aus „Spectrum“ von Boyinaband eingefallen:

I can choose my friends
And I can choose my family
If they won’t accept me
Then others will have me

So
Hold on
Until you find the friends who’ll support you
Until you find a place you feel secure, you need to
Hold on
Until you’re independent
Wherever in the spectrum you are

Hold on
It’s gonna be okay, it’s gonna be okay
Hold on
It’ll be okay, it’ll be okay!

Das Lied zielt eigentlich auf was ganz anderes ab, deswegen passt der „Wherever in the spectrum you are“-Part nicht so ganz.

Ich hab hier Menschen gefunden, die sogar so weit gehen, dass sie für mich an Dingen festhalten wenn ich selbst nicht kann. Menschen, die anderer Menschens Wohl über ihr eigenes stellen, solange sie können. Und der letzte Part ist besonders wichtig, denn ja, Selbstlosigkeit ist schön und gut, aber wenn man sie zu weit treibt, dann hört man selbst auf zu funktionieren und dann nützt man niemandem mehr irgendwas.

Grade eben, wo alles in meinem Kopf ein bisschen schief läuft und mein Kopf und jeder Knochen in mir wehtut, da sind genau das die Menschen, die mich durch den Tag bringen und keine Worte dieser Welt können beschreiben, wie Dankbar ich ihnen bin.

Jemanden zu haben, der auch um Mitternacht am Tag vor der Prüfung da ist, um dich auf andere Gedanken zu bringen, das hätte ich mir nie träumen lassen.

Ich will nie wieder ohne solch Menschen Leben müssen. Wirklich. Nie wieder.

Der Rest des Tages war dann wirklich unspektakulär. Tara hat ich nach Hause gebracht und ich hab mich dann irgendwie schlafen gelegt.

Bis dann und wann, Jenna

(31.03.2019) Backe, backe Kuchen

Mich heute Morgen aus dem Haus zu schleifen war eins der ätzendsten Dinge seit langem. Alles tut weh, man fühlt sich wie Matsch und äh ja, supi.

Andererseits habe ich die besten Freunde, die sich ein Mensch wünschen kann und als mich Ante dann gesehen hat, hat er mich nur so angeguckt und mich in de Küche bugsiert.

Wir haben gebacken.

Ich weiß nicht wie, aber meine Lebensenergie kam tatsächlich zurück und das hat mich dann doch sehr gefreut.

Das Backen an sich war ein… Erlebnis? Ich hab diesen Menschen ja schrecklich lieb, aber vom Backen hat er leider keine Ahnung und so bin ich dann direkt dazu übergegangen mich mit Fragen direkt an seine Mama zu wenden (also per Instagram Direkt, denn sie war nicht zuhause).

Mein liebster Moment war wohl folgender: 20190404_132234.png

„Dein Kind hat grade gesagt ‚Vanillezucker? Geht auch Kokosfett?'“, und auf ungefähr dem Level bewegte sich die gesamte Operation Streuselkuchen.

Ich wollte den Backofen auf etwa 35°C stellen, damit der Hefeteig nen warmen Ort zum Gehen hat. Guckt Ante mich an „Aber soll man Öfen nicht normalerweise auf 180°C stellen wenn man was backen will?“. Ja, an sich nicht falsch, aber wir wollen doch keinen Klumpen Hefeteig in einer Plastikschüssel mit einem Geschirrhandtuch oben drauf backen. Das wär ja irgendwie nur so mäßig schmackhaft.

Schlussendlich haben wir dann tatsächlich einen Streuselkuchen zusammengebastelt und er hat geschmeckt… auch wenn er ein bisschen zu lange im Ofen war!

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Der Tisch dahinter… das waren übrigens echt nicht wir. Wir haben nur all das Chaos in der Küche auf einen Fleck komprimiert, wir brauchten nämlich Platz für eigenes Chaos.

Ansonsten hat Ante versucht mich für Overwatch zu begeistern und war dann wahrscheinlich ungefähr so verzweifelt wie ich mit ihm beim Backen.

Also Computerspiele unter Benutzung einer Maus sind ja mal ne völlige Katastrophe.

Ich bin mehr so der Mensch, der dann meinetwegen alle Dinge, die man mit der Maus macht (Kamera, Zielen, Schießen etc.) auf den Ziffernblock der Tastatur umverlegt (ja, ich wurde für diese Aussage schon vom mehr als einem selbsterklärten „Gamer“ geschlagen und ich weigere mich weiterhin mich zu entschuldigen).

Anyway, Overwatch war ne völlige Katastrophe und schlussendlich haben wir dann doch Super Smash Bros. gespielt.

Zuhause bin ich dann doch ziemlich tot ins Bett gefallen, mein Körper ist im Moment irgendwie einfach alle.

Oh, aber der Himmel war hübsch heute:

 

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Bis dann und wann, Jenna

(30.03.2019) Rollerbladear varje dag!

Exklusives Videomaterial von mir:

Okay nein, ich rede mir jetzt einfach mal ganz großkotzig ein, dass das etwas koordinierter aussieht bei mir… aber andererseits, who am I to judge?

Irgendwas hat mich heute Morgen schon viel zu früh geweckt und so hab ich mich an den Schreibtisch geschmissen und den Kopf ins Mathebuch gehalten. Integrale mag ich immer noch nicht.

Irgendwann hat sich mein Kopf dann völlig matschig angefühlt und ich hab mir meine Inliner angeschnallt und bin aus dem Haus gestolpert.

Irgendwo am Wasser hab ich dann mit Mama und Papa geskypt (und den Troll knapp verpasst) und so bin ich dann noch ein bisschen kreuz und quer durch die Stadt gegurkt, stand dann auf irgendeiner Insel und hab festgestellt, dass alle weiterführenden Wege entweder aus Schotter oder aus Matsch sind und bin dann umgedreht, dass muss man sich auf Inlinern dann doch nicht antun.

Zuhause hab ich dann mit dem Troll geskypt und bin danach einfach wieder ins Bett gegangen, irgendwie war ich doch verdammt müde.

Irgendwie wär ich froh, wenn meine Lebensenergie wieder auftauchen würde.

Grade jetzt wo der Frühling kommt und es wieder wärmer wird, grad da muss mein Kopf ausgerechnet beschließen, dass er genug von der Welt hat und ich dringlichst 14 Stunden am Tag schlafen muss. Das kann doch nicht wahr sein.

Andererseits, ich bins ja gewohnt, dass das passiert wenn mich irgendwas tierisch stresst und genau das ist grade so.

Entgegen aller Vermutungen ist es nicht die Schule, die mich fertig macht, sondern anderer scheiß, den ich grade dann doch lieber noch nicht ins Internet scheißen will. Vielleicht in ein paar Wochen, wenn sich alles gelegt hat.

Bis dann und wann, Jenna

(29.03.2019) Nehmen sie ihre blöden Integrale von mir weg, ich will die auch nicht

Dieser Satz beschreibt meine Mathestunde eigentlich ziemlich perfekt.

Aber ehrlich gesagt hab ich wirklich nicht die Nerven von Mathe, Sport oder sonstwas zu berichten, das war nämlich in etwa genau so toll wie die letzten Wochen auch und äh ne, ne danke.

Ausnahmsweise haben Tara und ich uns dann heute nirgends festgequatscht und ich hab sie auf fast-direktem Weg zur U-Bahn gebracht. Okay, wir haben ja auch ne Matheprüfung am Dienstag und sowohl Tara als ich, sollten uns vielleicht mal an den Schreibtisch setzen und die Nasen ins Buch stecken.

Oder ich heute weniger, denn wir feiern heut den Geburtstag meiner Gastmama.

Weil das Restaurant, in das sie wollte, erst Tische für recht spät am Abend hatte, sind wir davor ins Kino und haben „Helan och Halvan“ geschaut (aka „Laurel und Hardy“, „Stan & Ollie“ oder „Dick und Doof“) und während der Kiwihüter beispielsweise vollends begeistert war, war der Rest der Familie sich relativ einig, dass das ja doch nur so mäßig witzig war.

Danach sind wir weiter ins Fondue-Restaurant und essenstechnisch war das klasse, nur drumherum wars anstrengend.

Ganz großer Disclaimer: Ich bin diesen Menschen unendlich dankbar, aber das ändert nichts daran, dass man Gewohnheiten und Verhaltensmuster nicht kritisieren kann.

Es gibt ja drei Dinge, die ich in Restaurants nicht ausstehen kann: Wenns so laut ist, dass man sich nicht unterhalten kann, wenn sich Leute über das Essen beschweren, obwohls okay ist und wenn Menschen unhöflich zur Bedienung sind. Irgendwie hat dieser Abend das alles perfekt miteinander verbunden.

Der Kiwihüter hatte aber sowieso schlechte Laune und wollte nach Hause, meine Gastschwester auch und so sind wir drei dann schon früher gegangen und ich hab mich mit fiesesten Kopfschmerzen direkt ins Bett geschmissen und versucht, mich keinen Millimeter mehr zu bewegen.

Ich wünsche mir einfach, dass mein Kopf aufhört, so zu sein.

Bis dann und wann, Jenna

(28.03.2019) Dear Best Friend

Schwedisch. Präsentation. Bitte erschieß mich doch jemand.

Okay, ich glaube es lief an sich ganz okay. Also bis auf den Teil wo mir so sehr die Hände gezittert haben, dass ich meine Notizen nicht mehr lesen konnte. Das war lustig. Aber hey, an sich konnte ich meinen Text ziemlich gut auswendig, meine Notizen hatte ich nur, damit ich mir all die schicken Formulierungen merken konnte.

Viel mehr weiß ich dann auch gar nicht mehr von dem Teil, ich glaube mein Kopf hat das als traumatisches Erlebnis abgestempelt und verdrängt.

Der Rest lief dann aber tatsächlich okay und Tara meinte auch, dass es gut lief und ich neige dazu Tara mehr zu vertrauen als mir selbst.

Besagte Tara war dann auch die, die mich nach der Schule nur so anguckte und meinte „Okay und was machen wir jetzt?“ und dafür liebe ich diesen Menschen so sehr. Ich glaub ich hätte mich heute einfach ins Bett geworfen und geschlafen, aber ich bin sehr sehr froh, dass ich da jemanden hab, der meine Pläne durchkreuzt.

Und so begann unsere minimal unfreiwillige Sightseeing Tour.

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Gamla Stan ist fernab der mit Touris überströmten Haupteinkaufsstraßen wirklich bildschön und ich glaube ich muss nicht erklären, warum ich mich so sehr in diese Stadt verliebt hab.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Und während wir dann so durch Gamla Stan liefen, dachten wir uns, dass wir ja einfach noch ein bisschen weiter rumlaufen könnten. Und so liefen wir weiter rum. Und weiter. Und weiter und weiter und weiter und weiter und… plötzlich war da ein Bootsanleger.

Das ist jetzt nicht besonders verwunderlich, denn hier in Schweden zählen die Boote zum ganz normalen Linienverkehr (und es kann auch gut mal vorkommen, dass Google Maps dir als kürzeste Route anzeigt „Drei Minuten Fußweg, dann Boot Nummer 85, dann vier Minuten Fußweg“ und man sich nur denkt klingt logisch, bevor man seine Karte scannt und einsteigt.

Und genau das haben Tara und ich gemacht. Dieses verdammte Kind hats nämlich geschafft, dass mir kurz entfallen war, dass ich eigentlich tierische Angst vor Booten hab.

Anyway, dann wars ein kleines bisschen spät um umzudrehen und wir sind also unsere Bootstour angetreten.

Und ich muss schon zugeben, dass Stockholm vom Wasser aus doch echt wirklich schön ist. Boots-Fan werd ich trotzdem nicht!

Und so sind wir dann auf Skeppsholmen gelandet, einer kleinen Insel gegenüber von Gröna Lund (dem Freizeitpark) und da haben wir irgendwie bloß auf den Felsen gesessen und über Gott und die Welt geredet.

Oh, und mein absolutes Lieblingsbild ist da entstanden.

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Und warum? Weil ich den genau dem Moment da glücklich war. Und nur glücklich. Kein einziger kleiner Funke Sorge irgendwo, nichts. Für einen kurzen Moment war alles wieder in Ordnung.

It’s always you. John Watson, you keep me right. Äh Tara.

Oh, und Viktoria, die liebe ich genau so sehr, aber dieser entzückende Mensch hasst Fotos über alles und alle Bilder, die ich von uns beiden hab, sehen in etwa so aus:

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Viktoria ist das im schwarzen Pulli, die grade den Kopf in die Tischplatte bohrt. Sie mag wirklich keine Bilder.

Äh genau, Tara und ich.

Wir sind dann also noch ein bisschen durch Stockholm gewandert, ich hab noch ein paar Fotos gemacht und irgendwann hatten wir dann Hunger.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass wir tatsächlich richtiges Essen gekocht haben und wir waren wirklich (wirklich!) stolz auf uns.

irgendwann musste Tara dann nach Hause und ich bin völlig tot ins Bett gefallen. Meinem Kopf und Körper gehts im Moment nur so mäßig grandios und auch wenn heute einer der schönsten Tage des Jahres war, bin ich doch vollends fertig.

Bis dann und wann, Jenna

 

(27.03.2019) Theater, Chemie, Mittwoch, Leben

Und so hab ich meine Inliner angeschnallt, bin aus dem Haus gestolpert und zur Schule. Wie jeden Morgen. Ist ja bloß Mittwoch.

Beim Theaterunterricht sind wir heute tatsächlich fertig geworden mit dem Stück. Also nicht fertig as in „fertig geprobt und ready zur Aufführung“, aber as in „Wir haben alle Szenen einmal durchgespielt und jeder weiß, was er wo, wann, wie tun soll“ und das ist auch schon mal ein schönes Gefühl.

Ansonsten wird mir mein Charakter immer unsympathischer, was aber gut ist, weil dann da größerer Kontrast zwischen mir selbst und der Person ist die ich spiele (also nicht, dass ich mir selbst unglaublich sympathisch bin, aber zumindest bin ich glaub ich nicht ganz so sehr n Arsch, wie D.Ä.), und irgendwie finde ich, ists dann einfach in character zu bleiben.

Ansonsten schmeiß ich hier jetzt mal die letzte Szene aus dem ersten Akt rein, oder zumindest einen Teil davon, denn die Szene ist locker 15 Seiten lang und ich war zu faul zum Übersetzten (sorry).

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So, und wer jetzt aufmerksam gelesen hat, merkt, dass sich das alles irgendwie gewandelt hab, und während D.Ä. am Anfang noch zur Handlung beiträgt und D.S.K. kryptische Sätze auf Französisch sagt, so ist es dann plötzlich mein Part, Franzose zu spielen.

Ich spreche kein Französisch.

Ansonsten wird es sicherlich lustig, in vielerlei Hinsicht. Ich darf dem armen D. nämlich quasi eine klatschen, bevor ich dann wegstürme und in Frage stelle (schreibt man das auf Deutsch getrennt?) ob er mich wirklich liebt. Was ein Traum.

Danach sind wir zurück zur Schule und haben festgestellt, dass es Falafel gibt. Wir haben dann ne Kehrtwende gemacht und sind zu McDonalds gegangen. Wir wollen ja nicht verhungern.

Chemie war dann wirklich wirklich episch und rückblickend betrachtet bin ich echt richtig deprimiert, dass ich die letzten zwei Experimente (Versuche? Laborationen? Was sagt man?) verpasst hab, weil ich krank im Bett lag, denn irgendwie macht das alles unglaublich Spaß und ich könnte mir dann doch wirklich gut vorstellen, mein restliches Arbeitsleben in irgendeinem Labor zu verbringen um Raketentreibstoffe zu entwickeln!

Okay, wir haben heute keinen Raketentreibstoff entwickelt, sondern versucht den Verteilungskoeffizienten mittels Titration zu finden. Ist ja quasi genau so gut!

Wir sehen alle immer aus wie ne Armada Minions und haben bestimmt auch in etwa genau so ausgesehen.

Hier ein kurzes Video:

Zum Glück war das einzige was sich bei uns verfärbt hat die Lösung, und das auch nur dank des Phenolphthaleins (das uns sagen wollte „huhu, deine Lösung wird langsam alkalisch“) und nicht weil irgendwem irgendwelche lustigen Dinge gespritzt wurden.

Danach hab ich dann, wie so oft in letzter Zeit, auf Tara gewartet und wir haben noch ein kleines bisschen über Gott und die Welt gequatscht, bevor ich dann doch zuhause in mein Bett gefallen bin und mir meine Ärmeldecke über den Kopf gestülpt hab.

Bis dann und wann, Jenna